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Es gibt sie einfach – Tage, an denen wir uns nicht wirklich bühnenfit fühlen. Stattdessen irgendwie dünnhäutig und ohne Energie. Natürlich geht es jetzt nicht darum, zwanghaft einen auf gute Laune zu machen. Solange Sie allerdings selbst nicht voll da sind, wird es schwierig, eine echte Verbindung zu Ihren Zuhörern aufzubauen.

Rein theoretisch wissen Sie natürlich, was Ihnen in solchen Momenten gut tut! Stecken wir aber mittendrin, geht genau das allerdings oft unter. Deshalb lohnt es sich, in diesen Augenblicken bewusst innezuhalten und darauf zu achten, was Sie gerade brauchen. Hier meine TOP 5-Stimmungsbooster im Überblick:

  • Bewegen Sie sich! Schon ein wenig körperliche Aktivität genügt, um Körper und Geist wieder in Schwung zu bringen. So leistet zum Beispiel bei einem morgendlichen Durchhänger die Yoga-Morgenroutine von Mady Morrison gute Dienste. Die können Sie noch im Bett machen und stehen dann mit deutlich mehr Power auf. Aber auch ein strammer Spaziergang an der frischen Luft bewirkt oft kleine Wunder: einatmen, ausatmen und die Welt sieht direkt anders aus. Ihre Zeit genügt nicht für einen Abstecher nach draußen? Dann hilft es, wenn Sie mit den Handinnenflächen oder einer lockeren Faust Ihren Körper abklopfen und die Zellen damit wieder zum Leben erwecken.
  • Hören Sie Musik! Sie haben doch bestimmt diesen einen Song, der Ihnen sofort ein Lächeln ins Gesicht zaubert? Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt dafür. Drehen Sie ihn laut auf, singen Sie mit und spüren Sie, wie es Ihnen von Takt zu Takt besser geht. Mein Redesong ist übrigens „Viva la Vida!“, fest verknüpft mit guten Erinnerungen an eine für mich sehr wichtige Veranstaltung vor einigen Jahren. Ich brauche nur die ersten Sekunden zu hören, zack ist es da … das positive Gefühl.
  • Lachen Sie! Ein kurzer Plausch mit dem Kollegen, der Sie immer zum Schmunzeln bringt oder ein Klick in Ihr Lieblingsyoutube-Video (ich mag zum Beispiel dieses oder dieses) machen einen grauen Tag gleich viel freundlicher. Denn beim Lachen produzieren Sie nicht nur Endorphine, sondern atmen auch tiefer als sonst. So werden Herz und Kreislauf angeregt und die Körperzellen mit mehr Sauerstoff versorgt. Sie haben gerade nichts zu lachen? Dann tun Sie einfach so „als ob“, indem Sie die Mundwinkel nach oben ziehen. Fühlt sich albern an. Ist es auch. Hilft aber! Denn abgesehen davon, dass Sie vermutlich über sich selbst lachen werden, bekommt Ihr Gehirn den Impuls, dass alles in Ordnung ist.
  • Trinken Sie viel! Am besten stilles Wasser. Erst wenn der Organismus gut mit Flüssigkeit versorgt ist, kann er auch ordentlich arbeiten. Besonders wichtig ist das in Stressmomenten, in denen unser Körper im Sparmodus unterwegs ist und die Speichelproduktion reduziert. Ganz nebenbei spülen Sie so übrigens Ihren Ärger sprichwörtlich herunter und entspannen sich. Schließlich spricht der Schluckreflex den Parasympathikus an, unseren „Ruhenerv“.
  • Sorgen Sie für gute Gedanken! Inwiefern können die Teilnehmer von Ihren Erfahrungen profitieren? Welche Tipps machen Ihrer Zuhörerschaft das Leben leichter? Sobald Sie Ihr WARUM klar vor Augen haben und sich darauf konzentrieren, rücken die eigenen Befindlichkeiten fast automatisch in den Hintergrund. Außerdem hilfreich: Sie versetzen sich gedanklich in einen gelungenen Redemoment in der Vergangenheit und spüren noch einmal ganz bewusst den Stolz und die Freude, die Sie damals hatten. Mit dieser positiven Energie lässt sich ganz bestimmt auch Ihr aktueller Auftritt leichter meistern.

Na, kommen die „Redegeister“ so langsam zurück? Ich wünsche Ihnen, dass Ihr heutiger Tag fröhlich und beschwingt ist und freue mich, wenn Sie Ihre Stimmungsmacher mit mir teilen.

PS: Ach ja, ein Stück Schokolade hilft auch. Oder zwei. Oder drei. ;-)