Dieser Weg wird kein leichter sein! Oder doch?

© Andrea Joost

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Ich war in den Bergen – eine Woche auf dem Stubaier Höhenweg, von Hütte zu Hütte, nur ich und mein Rucksack. Es waren wunderbare Tage mit kitschig-schönen Sonnenaufgängen, atemberaubenden Aussichten, Murmeltierbegegnungen, tollen Weggefährten und vielen endorphingeschwängerten Momenten. Trotzdem gab es zwischendurch Augenblicke, in denen ich am liebsten alles hingeschmissen hätte.

Gerade diese fordernden Situationen waren jedoch wertvoll, haben sie mir doch ganz klar gezeigt: Es ist mein Kopf, der über Wanderlust oder Wanderfrust entscheidet.

Dabei hat der Berg mich drei Dinge spüren lassen, die nicht nur fürs Wandern gelten, sondern sich auch 1:1 aufs Reden übertragen lassen: Weiterlesen

Das Gehirn Ihrer Zuhörer meldet sich zu Wort

© Abundzu fotolia.com

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Liebe Rednerin, lieber Redner,

gestatten Sie mir, dass ich mich kurz vorstelle: Ich bin es – das Gehirn Ihrer Zuhörer.

Da mein Arbeitsspeicher begrenzt ist, bin ich ständig gefordert, Platz zu schaffen und zu entscheiden, was möglicherweise wichtig ist und was nicht. Letzteres fliegt rigoros raus bzw. wird von neuen Informationen überschrieben.

Aber nicht, dass jetzt ein falscher Eindruck entsteht! Von Grund auf bin ich äußerst wissbegierig und sehr gespannt, was Sie mir zu bieten haben. Ich freue mich, wenn Sie mir neue Impulse vermitteln. Dafür ist es allerdings unerlässlich, dass ich Ihnen gerne zuhöre und möglichst sofort verstehe, was Sie mir sagen wollen – ohne Durcheinander, umständliche Denkschleifen oder gar Missverständnisse. Weiterlesen

Raus aus der Routine!

© eugenepartyzan fotolia.com

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Gerade im Businesskontext laufen viele Vorträge nach Schema F ab. Frei nach dem Motto: Das haben wir schon immer so gemacht!

Da präsentieren Redner jede Menge Zahlen-Daten-Fakten, greifen auf die immer gleichen PowerPoint-Folienschlachten zurück und passen sich selbst in Sachen Redestil ihrem Umfeld an. Weil sie kein Risiko eingehen möchten und denken, dass bestimmte Verhaltensweisen einfach von ihnen erwartet werden.

Trotz aller Wohlfühlroutine macht sich allerdings von Zeit zu Zeit ein dumpfes Gefühl breit: „Hey, das bist doch gar nicht Du! Probier’ doch mal etwas Neues!“

Ganz gleich, ob Sie mit anderen Medien arbeiten möchten, persönliche Geschichten einbauen oder mehr mit Ihren Zuhörern plaudern wollen … lassen Sie Konventionen doch mal Konventionen sein und trauen Sie sich, Ihr eigenes Ding durchzuziehen.

Auch wenn dieser Schritt ein bisschen Mut braucht, unterm Strich profitieren nicht nur Sie, sondern auch Ihre Zuhörer davon: Weiterlesen

Das geht doch auch ohne Üben?

© vege fotolia.com

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Probeläufe kosten einfach viel zu viel Zeit! Wenn ich meine Vorträge übe, geht über kurz oder lang doch die Natürlichkeit flöten? Und richtig spontan ist das Ganze dann auch nicht mehr …

Hand aufs Herz, kommt Ihnen der eine oder andere dieser Gedanken bekannt vor?

Nur damit es keine Missverständnisse gibt: Mit Üben meine ich nicht, dass Sie Ihre Präsentation Wort für Wort auswendig lernen und jede kleinste Geste einstudieren. Es bedeutet vielmehr, dass Sie

  • Ihren Vortrag schon vor dem Auftritt zwei- bis dreimal laut gesprochen haben, so dass er Ihnen wirklich locker über die Lippen geht.
  • Ihren roten Faden intus haben und nicht von den eigenen Folien überrascht werden.

Keine Frage, diese Trainingsrunden kosten Zeit. Zeit, die allerdings gut investiert ist: Weiterlesen

Ankunft auf den letzten Drücker? Bitte nicht!

© BillionPhotos.com fotolia

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Die Stadthalle einer Kleinstadt ist gut gefüllt. 400 Gäste sitzen gespannt auf ihren Plätzen. Nur einer fehlt – der Referent. Zwei Minuten vor Veranstaltungsbeginn betritt er den Raum.

Auch wenn ich den Mann in diesem Augenblick insgeheim für seine zumindest äußere Gelassenheit bewundere, als Rednerin sind solche Last-Minute-Aktionen überhaupt nicht mein Ding!

Freilich gibt es Tage, an denen sich selbst ein großzügiger Zeitpuffer schon mal in nichts auflöst: Da stapelt sich die Arbeit bis kurz vor knapp, öffentliche Verkehrsmittel lassen auf sich warten, ein Stau bremst Sie aus oder …

So gut es geht, versuche ich allerdings, Anreisestress und Endzeithektik zu vermeiden. Ich bin gerne mit ein bisschen zeitlichem Vorlauf vor Ort – in der Regel ca. 45 bis 60 Minuten, bevor die Veranstaltung losgeht. Schließlich bleibt so genügend Zeit, um … Weiterlesen

Sommerpause

© Andrea Joost

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Liebe Leserin, lieber Leser,

heute verabschiedet sich der Rede frei!Tag in die Sommerpause.

Ich freue mich sehr, wenn Sie ab dem 19. August wieder fleißig mitlesen: Dann warten frische Impulse rund um Ihre größeren oder kleineren Auftritte auf Sie!

Und vielleicht haben Sie ja Lust, in der Zwischenzeit ein bisschen in den bereits veröffentlichten Artikeln zu stöbern? 😉

Einen wunderbaren Sommer wünscht Ihnen

Ihre Andrea Joost

Keine Angst vor großem Publikum!

© Uta Kellermann

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„Schon allein beim Gedanken an 100 Zuhörer beginnt mein Herz zu klopfen!“ – Aussagen wie diese begegnen mir immer wieder in meinen Workshops und Beratungen.

Ganz ehrlich, als mir vor vielen Jahren mein erster Vortrag vor größerem Publikum bevorstand, hatte ich ordentlich Muffensausen. Der Raum so groß, dass man die Teilnehmer in den letzten Reihen kaum noch erkennen kann. Das Mikrofon, das sich wie ein Fremdkörper anfühlt … und eine echte Bühne, die den Redner ins Rampenlicht stellt. Alles in allem ganz schön Respekt einflößend!

Einige Auftritte später ist mir jedoch eines klar geworden: Hat man sich erst mal an die ungewohnten Bedingungen gewöhnt, sind Präsentationen im größeren Rahmen nicht nur weniger schlimm als ihr Ruf, sie können Ihnen das Rednerleben sogar erleichtern: Weiterlesen

Wie Sie dezent die Zeit im Blick behalten!

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Ganz gleich ob Sie im großen oder kleinen Rahmen präsentieren, zu einem guten Vortrag gehört ein pünktlicher Schluss. Wenn das nur immer so einfach wäre: Abgesehen davon, dass einem die Zeit im Eifer des Gefechts häufig nur so durch die Finger rinnt, lässt sie sich auf der Bühne oft auch nur schwer kontrollieren: Weiterlesen

Hilfe, ich muss mich kurzfassen!

© BillionPhoto fotolia.com

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Herbst 2015. Auf dem Schreibtisch liegt die Einladung zu einer Veranstaltung bei der 6 Vorträge à jeweils exakt 10 Minuten auf das Publikum warten! Als ich meine Präsentation für diesen Abend vorbereite, merke ich wieder mal: Kurz ist viel schwieriger als lang. Ist einem doch völlig klar, dass man sich auf das wirklich Wesentliche konzentrieren muss, um die Zuhörer für sich und das eigene Thema zu gewinnen. Aber genau das ist leichter gesagt als getan – plötzlich scheint alles irgendwie wichtig. Weiterlesen

Auch Fachspezialisten mögen Geschichten!

© erika8213 fotolia.com

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„Ich bin doch keine Märchentante!“, so die spontane Reaktion einer Teilnehmerin, als es im Seminar um Storytelling geht. Gerade im Businesskontext erlebe ich immer wieder, dass Redner einen großen Bogen um Geschichten machen. Sie bleiben lieber im altbewährten Zahlen-Daten-Fakten-Modus, aus Angst zu viel von sich preiszugeben, die eigene Kompetenz in Frage zu stellen und den Ansprüchen des Fachpublikums nicht gerecht zu werden.

Das ist nachvollziehbar und gleichzeitig total schade! Weiterlesen